Sonntag, 4. Oktober 2020

Unsere Woche in Venedig

12h Zugfahrt in Richtung Heimat... da schreibe ich doch nochmal etwas über unsere Woche in Venedig. Das ist jetzt für einen Blog ein epischer Beitrag, aber ihr wolltet ja sogar ein Buch 😉

Am Ende hat die Zugfahrt nicht mal ausgereicht. Es gab doch noch so viele schöne Erinnerungen auszutauschen und auch Gegend zu beklotzen oder halt einfacn nur dazusitzen. Aber erstmal zurück nach Venedig.

Unser Apartment war wirklich hübsch und vor allem zentral in der Altstadt gelegen. Eine wirkliche Empfehlung für alle, die länger als 3 Tage in Venedig bleiben möchten. Viele empfehlen ja, in Mestre zu nächtigen und dann jeden Morgen mit der Bahn zur Altstadt zu fahren. Kann man machen, aber die 20€ die man vielleicht spart, investiert man dann auch in Öffis und Lebenszeit. Wir fanden es so die bessere Wahl.

Moonlight Attic
S. Marco, 2937, 30124 Venezia VE

Einschließlich Waschmaschine hat die Wohnung alles, was man braucht. Wir haben zumindest nichts vermisst.

Am Donnerstag dann auf zur Stadtführung. Mit einem geführten Gang durch die Stadt wollten wir uns etwas einstimmen und ein paar Anregungen holen. Wir finden tatsächlich den richtigen Weg durch die Gassen und stehen pünktlich 10:45 Uhr am Treffpunkt. Die anderen Teilnehmer erkennt man auch recht schnell - wie deutsche Touris halt so aussehen 😄
Der Guide spricht nur italienisch und englisch, das war anders gebucht. So ganz günstig war die Tour auch nicht, also wird diskutiert. Hilft nix, es ist kein deutscher Guide aufzutreiben oder man will es halt einfach nicht. Ok, dann wollen wir auch kein Geld dafür ausgeben. Nach kurzer Abstimmung entscheidet sich die Gruppe, die Führung so nicht durchzuführen. Toll, nun stehen wir da mit dem angefangenen Tag.

Dann nehmen wir es halt selbst in die Hand. Am San Marco sind immer noch die Diplomfeiern der Uni und der Platz ist so bissl ungemütlich. Wahrscheinlich mussten die Feierlichkeiten im Freien stattfinden. Die Italiener sind bei den Coronaregeln recht rigide. Der Erfolg gibt ihnen aber Recht, muss man auch mal zugeben, auch wenn die Masken nerven.
Dann erstmal zur Rialtobrücke und das obligatorische Selfi geschossen und gleich weiter zum Rialtomarkt. 
Eigentlich ein Fischmarkt, aber es gibt auch Gemüse und das sah gestern Abend im Supermarkt echt dürftig aus.
DoDo kauft den halben Stand leer und übergibt mir den Beutel. So kommen wir sicher bis zum Winter ohne Skorbut befürchten zu müssen. Der Einkauf muss aber erstmal nach Hause, sonst fault mir der Arm ab.
Auf dem Weg besuchen wir noch die von Victoria empfohlene Bar mit dem guten Spritz und junger Kundschaft.
Na da möchte ich die Bars mit den alten Italienern mal besser nicht kennenlernen 🤣 Vielleicht war es einfach noch zu früh für die jungen Italiener 😴

Auf dem Weg lerne ich schon mal viel über die Wegführung der Stadt. Der eigentliche Plan war schnell nach Hause zu gehen, um Obst und Gemüse einzulagern und dann wieder auszuschwärmen. Wir entscheiden uns aber für die Ostseite des Canale Grande und bis zur Accademia gibt es keine weitere Brücke. So dürfen wir einen großen Bogen laufen und das zieht sich und vor allem zieht der Beutel am Arm. Aber ok, lange Arme sind am Fels ja nie von Nachteil und so nähere ich mich der Idealform des Orang Utan weiter an, die fette Plautze hatte ich ja schon.
Luftbild Quelle Wikipedia. Von oben  sieht man schnell, auf was es bei der Wegwahl zu achten gilt.

Egal, sollte ja eh eine Erkundungtour durch die Stadt werden und das ist gelungen. Wir erreichen schließlich die Ponte Accademia über den Canale Grande.

Blick von der Ponte Accademia
Zwei Tage später mit Vollmond

Gleich in der Nähe ist die FeWo. Wir suchen uns dann erstmal ein nettes Restaurant und dann geht es nochmal in Richtung Markusplatz und in den Dom.
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Auf der Galleria di Cavalli
Das Wappen der Stadt, der geflügelte Löwe

Es drückt immer mal wieder Wasser auf den Markusplatz.

Das reicht dann für den ersten Tag. Noch einen Spritz in der Bar vorm Haus und ab in die (nett ausgebaute) Dachkammer.

Am nächsten Tag ist es noch grauer. Aus den Alpen erreichen uns grausige Wettermeldungen und wir überlegen, ob wir da wirklich nochmal hinfahren können. Na lassen wir uns mal überraschen.

Gestern haben wir den Glockenturm von San Marco nimmer geschafft, also heute nochmal hin. Wir haben ordentlich ausgeschlafen und sind voll in der touristischen Rush Hour. Es ist Samstag und die Italiener nutzen die "leere" Stadt, die am Wochenende gar nicht mehr so leer ist. Eine gute halbe Stunde müssen wir anstehen. Sah gar nicht so viel aus, aber es darf immer nur eine bestimmte Anzahl an Menschen auf den Turm.
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Hat sich aber gelohnt, wie man sieht.

Dann geht es in eine der hochgelobten Trattorien, Da Cherubino. War auf jeden Fall oberlecker, aber in Venedig hat das auch seinen Preis.
Die Crepe Suzette waren der Hammer.

Ein Verdauungsspaziergang zu den Anlegestellen der Fähre. Steg A - F... toll, welche fährt nun auf die Klosterinsel gegenüber? Das Italienisch ist schon stark eingerostet, also lieber in Englisch fragen... Logisch, Steg G nochmal 500m weiter. Muss man ja nicht direkt auf die Schilder schreiben, kennen sich ja alle aus hier 🤣

Vom Kloster gibt es einen hübschen Blick zurück, sonnst hält sich der Mehrwert eher in Grenzen. Wie fast überall in der Stadt gibt es aber guten Aperol Spritz in der Bar, also kann man den Blick nochmal richtig genießen.

Am Abend chattet die Reiseleitung dann mit der Vermieterin. Wir könnten noch bis Donnerstag bleiben. Klingt doch gut. Zum bescheidenen Wetter gesellt sich nun noch eine Reisewarnung für Tirol. Verstehen muss man den Schwachsinn nicht, die haben niedrigere Werte als München. Aber so kann die herrschende Klasse mal richtig zeigen, dass sie durchgreift. So erklären sich die Länder des vereinigten Europas gegenseitig zum Risikogebiet und suggerieren, dass es in der Heimat noch besser ist als bei den anderen. Populismus würde es treffen, aber das ist ja schon anderweitig negativ belegt. Kurzum, wir bleiben im risikoarmen Venedig einfach noch zwei Tage länger als geplant. Man sieht, uns gefällt es hier oder wollen wir alles abhaken, um nicht nochmal vorbei schauen zu müssen 🤪

Für Sonntag ist nochmal grau gemeldet in Bella Italia. Echten Regen gab es aber sehr tourististenfreundlich in der Nacht. Dann erstmal ins Museum, heute ist der Kulturhärtetest im Palazzo Ducale. Den Museumspass hatten wir online am Abend erworben und müssen so keine 5min anstehen. Es hat schon seinen Vorteil, wenn 70% der Touristen ausbleiben. Tagsüber ist die Stadt zwar gut gefüllt, aber spätestens am Abend merkt man deutlich, dass Flaute herrscht. Von den paar Gästen könnten die Hundertschaften an Bars und Restaurants nicht überleben. Asiaten und Amerikaner fehlen faktisch komplett, auch Russen hört man keine. Für uns angenehm, aber für die Menschen, die hier direkt oder indirekt vom Tourismus leben, sicher eine Katastrophe.

So ich schweife schon wieder ab und wir beenden den Exkurs zur Lage der Nation besser und gehen nun wirklich ins Museum.
Kann man nicht meckern, wirklich sehenswert. Ohne Audioguide (überträgt sich der Virus jetzt auch über die Ohren 🙉?) sind wir erstaunlich schnell durch. Leider verliert das Museum so viel von seinem Informationswert und irgendwann latscht man nur noch durch die Räume, ohne überhaupt die Tafeln zu lesen. Vorteil, selbst DoDo schafft den Rundgang noch vor Einbruch der Dunkelheit 😉

Was vernünftiges zu Essen bekommt man um die Zeit aber nicht mehr. Die Lokale mit Seeblick haben zwar durchgehend warme Küche, ein Besuch empfiehlt sich entweder aus Preis- oder wenn noch erschwinglich aus Qualitätsgründen nicht.
auch mal lecker 😋

Wir ergründen noch den Nordteil der Stadt in Richtung Bahnhof. Die weiteren Reisepläne sind ja nun überschaubar und so wollen wir gleich die Fahrkarten erwerben. Die Buchung per App und Online funktioniert bei der DB innerhalb der EU nicht. Da geht nur der Versand per Post, was uns hier nachvollziehbar nicht weiter hilft. Aber auch der gute Mann am Schalter schafft es nicht, seiner Maschine eine Fahrkarte bis Dresden zu entlocken. Wir einigen uns auf fifty:fifty... er bucht bis München und ich kaufe den Rest mit der App.
Ein erster Anflug von Urlaub-vorbei-Stimmmung wird in der Bar vorm Apartment gleich mit einem... Spritz bekämpft. 
Das Bild passt zeitlich nicht ganz, aber wenn ich alle Spritzereien erwähne, entsteht ein komplett falscher Eindruck unserer Kulturwoche 🍹🙋🍹💁🍹

Montag immer noch grau. Die Gemäldegalerie in der Accademia steht auch ganz oben auf der Hitliste. Wow, hier gibt es sogar Audioguides und das ganz ohne Vollschutz. Ich erwähne allerdings nicht, dass ich jetzt schon über fünf Wochen keinen Ohrenpuhler benutzen konnte.
Die Galerie ist auf jeden Fall auch für diesbezüglich verwöhnte Dresdner zu empfehlen. Schöne Bilder in chronologisch angeordneten Ausstellungsräumen. Hat uns sehr gut gefallen, vielleicht weil es hier auch wirklich merklich leer war. Das anschließende Museo Correr wird auch empfohlen und gelobt, nicht aber von uns. Waffensammlung, Bibliothek, Skulpturen in einer für den Besucher nicht nachvollziehbaren Zusammenstellung. Die Räume wirkten eher wie Lagerhallen für den ganzen Krempel.
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Auf jeden Fall kommt am Abend die Sonne zurück und sie soll bleiben 🌞

Tatsächlich am Dienstag ist das passende Wetter für den Ausflug in die Lagune. Wir pilgern erstmal durch die komplette Altstadt, im Westen liegt der günstige Fährhafen Fondamente Nove und wir können beim Gang durch die Gassen den bislang unerkundeten Teil der Stadt mit besichtigen. Im Prinzip wie überall, schmale Gassen und Kanäle mit schönen alten Häusern, vor den Kirchen mal ein etwas größerer Platz mit Bars und Restaurants. Sobald sich mehr als zwei Menschen durch eine Gasse quetschen können, wird diese links und rechts von kleinen Läden flankiert.
Blick in eine der typischen Gassen

Nach 40min erreichen wir den kleinen Fährhafen an der Westseite und haben einen fantastischen Ausblick in die Berge.
Im Hintergrund zeigt sich das Vorgebirge des Nevegal und dahinter im schneeweißen Kleid die Schiara, dort oben standen wir noch vor einer Woche. Die Regenschauer der letzten Tage haben Venedig weitgehend verschont und sich erst am Südrand der Dolomiten abgeregnet und halt auch geschneit. Zugegeben eine super Kulisse und doch sind wir ganz froh, das nun aus 90km Entfernung bestaunen zu dürfen und nicht vor Ort miterleben zu müssen. 

Dann tuckern wir auf der gut gefüllten Fähre eine dreiviertel Stunde durch die Lagune bis zum Inselchen Mazzorbo und schlendern von dort Richtung Burano, der bunten Insel der Stickerinnen und Fischer. Auch heute noch sind sie hier ansässig und bieten hier ihre Waren an.

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Ein optisches Highlight ist auch der schiefe Turm. Zwar stehen viele der venezianischen Gebäude nicht ganz im Lot, doch dieser hier hat schon eine beachtliche Schieflage.

Anschließend geht es mit der Fähre in knapp 10min hinüber nach Torcello. Das Heimatmuseum hat geschlossen und die Kirche verlangt zwar Eintritt, ist aber für die von Kultur in den letzten Tagen übersättigten Äuglein, kein echter Hingucker mehr. Die Insel ist faktisch unbewohnt und wird nur zu touristischen Zwecken genutzt. Die beiden Restaurants lassen sich das Mittagessen von den hier gestrandeten Touris fürstlich entlohnen. Wir essen zwar gern und lassen uns das auch gerne was kosten, aber hier überzieht man deutlich. Wir warten auf die nächste Fähre und fahren zurück nach Burano. Dort schon außerhalb der klassischen Essenzeiten, muss dann die Spagetteria im Hafen ausreichen, um den Appetit zu stillen.

Weiter geht es nun wieder mit dem Vapretto Richtung Venedig, natürlich nicht ohne der für ihre Glasbläser bekannten Insel Murano einen Besuch abzustatten. Die Schauwerkstadt der Glasbläser hat leider nur Do-So geöffnet, schade. Also strolchen wir durch die Gassen, trinken einen Kaffee und schauen uns etwas um.
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Auch ganz nett hier und nicht ganz so eng wie in Venedig. Aber wirklich lohnen tut sich ein Ausflug hierher nur, wenn Glasmuseum und Werkstatt geöffnet sind.

Also wieder nach Venedig. DoDo hat noch nicht genug vom Boot fahren und schlägt vor, die lange Runde durch den Canale Grande zu nehmen. Na ok, wenn wir schon zu knausrig für eine Gondelfahrt waren, dann zumindest einmal mit dem Vaporetto durch den Kanal.
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Also das sollte sich wirklich keiner entgehen lassen. Gibt es auch als Erklärtour mit Gebrabbel aus der Box. Wir sind geführten Touren aber nach unserem ersten negativen Kontakt damit aus dem Weg gegangen. Man will sich im Urlaub ja nicht unnötig ärgern 😄

Der Mond steht schon hoch über Guidecca als wir unseren Bootsausflug beenden. War auf jeden Fall eine schöne Abwechslung zu den Kirchen und Museen der vorangegangenen Tage.

Auch der längste Urlaub endet irgendwann einmal und heute ist schon unser letzter Tag in Venedig. Wir konnten schon einiges anschauen, aber bissl was ist noch übrig in diesem einzigartigen Freilichtmuseum.

Zunächst müssen wir jetzt mal in die Chiesa San Stefano direkt an unserm Weg in die Stadt. Hier sind wir schon ein paar mal vorbei gerannt und hatten nie die Zeit einen Blick hinein zu werfen.
Gut, dass wir das noch getan haben. Die Inneneinrichtung kann nicht mit den Vorzeigekirchen der Stadt mithalten, aber das Kirchendach ist einem Schiffsrumpf nachempfunden und macht wirklich Eindruck. Das kommt auf dem Bild gar nicht so rüber.

Es stellt sich natürlich auch die Frage, was man sich als Mitbringsel einpackt. Groß und schwer scheidet schon mal aus, teuer und glitzernd auch 🤣

Also muss es ein Mund-Nase-Schutz mit dem venezianischen Wappen tun. Braucht man zwar derzeit in Sachsen eher selten, aber die Erkältungszeit kommt ja noch 😪

Mit dem Wechsel ins 19. Jh hatte Napoleon Europa mit Krieg überzogen, wie üblich natürlich im Namen des Guten. Auf jeden Fall hat dies 1797 auch zum Ende der venezianischen Republik geführt und in der Folge musste der neue Despot der Stadt auch seine Duftnote setzen. Also mal schnell ein ganzes Viertel im Südwesten platt gemacht und dort Parkanlagen und Kasernen errichtet. Letztere sind heute noch da und die Bienale hat auch ein passendes Gelände gefunden. Das steht heute auf dem Programm.
Für uns bestand die Hauptsehenswürdigkeit der Gärten an den Schildkröten in den Teichen.
Von der Promenade hat man auch einen schönen Blick zurück zur Stadt, das war es dann aber auch. Der Park ist halt ein ganz normaler Park. Die Leute sitzen auf den Bänken und genießen die Stille. Wir verzichten darauf, denn die Mücken genießen Menschen, die die Stille genießen und nicht in Autan gebadet haben.

Der Rückweg führt durch bewohnte Gegend. Man sieht, es fehlen Innenhöfe, aber der Venezianer weiß sich zu helfen.

Das geht natürlich auch komplizierter direkt übers Wasser. Hier sollte man dann die ausgenaddelten Wäscheklammern nicht mehr benutzen 🤣

Wir entdecken ein kleines Cafe und nutzen die Chance auf etwas Süßes.
5 Sterne für das CheBon in der Via Garibaldi. Leckerlies zum moderaten Preis, man merkt hier ist kein klassisches Touri-Revier. Also begeben wir uns zurück in die für uns vorgesehenen Stadtviertel. Unterwegs finden wir noch eine lustige Buchhandlung. Die Bücher finden aber nicht annähernd so viel Beachtung wie die belesene Katze, die den Trubel offensichtlichen gewohnt ist.
Gerade noch vor Einlassschluss erreichen wir dann die Basilika dei santi Giovanni e Paolo. Also namensgleich mit der Peter-Paul-Kirche in der Heimatstadt Reichenbach, nur ein klein wenig bonfortionöser ausgebaut.
Links und rechts in den Kapellen allerlei alte Schinken berühmter Maler. Ehrlich gesagt, ist meine kulturelle Ausdauerfähigkeit doch etwas geringer ausgeprägt als die alpine und ich bin nach der Woche satt und kann es nicht mehr so recht aufnehmen und genießen. Mit italienischer Küche ist ein ähnlicher Zustand erreicht und wir steuern einen Chinesen an. Der hat unter dem Ausbleiben der asiatischen Gäste am meisten zu leiden und hat ein deutlich angenehmeres Preis-Leistungs-Verhältnis als die noblen Italiener.

Schon im Dunkeln geht es dann zurück zum Apartment.
Ein letztes Mal Rialto und das war dann unsere Woche in Venedig.
Naja fast, wie müssen ja noch weg von hier.

Am Abreisetag zeigt sich der Vorteil des wenigen Gepäcks, wir haben alles flott zusammengeräumt. Ein letztes Mal geht es zum Müllschiff.
Die liegen nur von 6-8:30 Uhr vor Anker, um die Augen der Touristen nicht zu verunsichern. Ja auch der Venezianer und Tourist produziert Müll und der muss entsorgt werden. Egal ob Polizei, Notarzt, Paketdienst oder halt Müll, in Venedig läuft alles per Boot.

9:10 Uhr fährt unser Zug. 13h Mund-Nase-Schutz liegen vor uns.
Umsteigen müssen wir in Verona, München und Leipzig.
Auch in der Bahn sieht man, in Italien herrschen auch im Zug strengere Coronaregeln als in Österreich. Ab dem Brenner darf es dann voll werden. Massenviehhaltung findet dann aber erst in Deutschland statt. Wie üblich bleibt der halbe ICE in Leipzig stehen und bis Dresden müssen sich alle zwei Waggons teilen. Kein einziger Platz ist mehr frei... Tja, wenn der Staat einerseits die Bürger vor dem Virus schützen muss und andererseits Eigentümer des Transportunternehmens ist, handelt er halt auch nicht anders als große Wurstproduzenten und Fußballmäzene und achtet erstmal auf den schnöden Mammon.

Zur Ehrenrettung der Bahn sei gesagt, dass wir komplett pünktlich unterwegs waren und alles perfekt gepasst hat. Mit Straßenbahn und Bus schaffen wir dann die letzte Meile und sind gegen halb 11 zu Hause.

Das war nun aber wirklich der Abschluss und eine ausgiebige Zugabe für den vielen Applaus.

Macht es gut und bleibt gesund bis zur nächsten Weitwanderung (die noch nicht geplant ist).












Unsere Woche in Venedig

12h Zugfahrt in Richtung Heimat... da schreibe ich doch nochmal etwas über unsere Woche in Venedig. Das ist jetzt für einen Blog ein epische...