Mittwoch, 26. August 2020

Tag 8 - 13km / 1.010Hm - Aus dem Rißtal zum Karwendelhaus

Nach dem Abendessen hatte das Gasthaus noch die Geschäftsidee des Tages und hat durch das Bereitstellen einer Ersatzkatze den Umsatz angekurbelt. Da bleibt man doch gerne ein Bierchen länger sitzen als geplant 😻. Unser Kater Maximilian wird aber doch ganz froh sein, dass er nicht mit auf Wanderschaft musste und er ist ja bei Verena in bester Pflege.

Am nächsten Morgen ist erst um 8 Uhr Frühstück. Das passt, wir haben heute nur eine kurze Etappe. Das Buffet kann sich sehen lassen, auch wenn es nicht ganz das Niveau vom Vortag erreicht.

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Vorm Start besuchen wir noch die kleine Kapelle direkt neben dem Gasthof und dann geht es auf ins Johannestal. Wieder wechseln sich Wanderwege und Forstwege ab und bieten schöne Blicke in den tosenden Canyon des Johannesbaches. Den in der Heimat schon deutlich sichtbaren Wassermangel durch die letzten trockenen Sommer scheint man hier glücklicherweise nicht zu kennen. Die Bäche sind gut gefüllt 
und die Wiesen üppig grün.

Nach knapp 3h erreichen wir den Kleinen Ahornboden, ein wirklich wunderhübsches Fleckchen Erde. Umrahmt von den Kalkriesen des Karwendel stehen auf einer kleinen Almfläche uralte Bergahorn. Einmal an einem sonnigen Herbsttag hier zu verweilen, steht auch schon lange auf unserer Wunschliste. Die Kalenderfotos mit den in buntes Laub gehüllten Ahorn sollte man einmal in Natur gesehen haben. Kommt noch 😁Der Große Ahornboden befindet sich 500m tiefer in der Eng und ist sogar mit dem Auto erreichbar. Wer mal in der Gegend ist, nichts wie hin, es lohnt sich. Hier oben nutzen wird den schönen Platz für eine kurze Rast. Um länger zu Verweilen, ist es heute schon zu frisch.

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Ausgeruht geht es weiter über Almwege aufwärts bis in den Hochalmsattel 1.780m. Hier ist die Ost-West-Wasserscheide des Karwendelgebirge. Auf der anderen Seite geht es in einem endlosen Hatsch hinab bis nach Scharnitz. Kein Wunder, dass Mountainbiker die Wege hier oben dominieren. Für Wanderer wäre das Karwendelhaus hin und zurück eine sehr üppig ausgefüllte Tagestour und so wird es eigentlich nur bei Karwendeldurchquerungen zu Fuß angesteuert. Die MTB Runde durchs Karwendel haben wir ja schon in jungen Jahren erledigt und bevor es wieder lästerliche Bemerkungen aus dem Vogtland gibt... damals noch ganz ohne elektrische Unterstützung 😝

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Noch vor 15 Uhr sind wir an der Hütte und werden freundlich empfangen. 2x hatten wir hier schon bei früheren Touren genächtigt. Es hat sich eigentlich nichts verändert, Mobilfunk und WLAN gibt es nicht, aber der Kaiserschmarrn schmeckt so gut wie eh und je 😋
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Hüttenromantik 

Auch wenn noch Zeit wäre, verzichten wir heute auf weitere Ausflüge. Morgen geht es erstmals richtig zur Sache und wir wollen dem Karwendel sozusagen aufs Dach steigen. Wir kriechen in unsere Schlafsäcke und sind richtig froh, das Modell mit 100g mehr Daunenfüllung gewählt zu haben. Gemütlichkeit ist mehr Wert als ein leichterer Rucksack 😁

Am Abend ist kaum Platz zu finden in der Hütte, Ischgl lässt grüßen. Wir liegen 20 Jahre über dem Altersdurchschnitt... Outdoor ist wieder hipp bei der Jugend. Der Wirt hält seine abendliche Einweisung und verkündet den Wetterbericht... sonnig, trocken, kühl. Perfektes Wanderwetter... Also schnell noch den Flüssigkeitshaushalt mit Hopfenkaltgetränken ausgeglichen und dann ab ins Bettchen, morgen geht es früh los.

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