Zum Abschied noch ein Besuch an der Bergsteigerkapelle mit der Schiara im Hintergrund und dann geht es los. Wieder in dem für uns normalen Zeitrahmen, also kurz vor 9 😁
Nochmal im vollen Weitwinkel der beeindruckende Felskessel rund um die Hütte. Die Schiara trohnt direkt über dem Giebel des Hüttendachs.
Dann geht es auf dem Hüttenzustiegsweg durch schönen Mischwald abwärts. Buchen dominieren die Vegetation, die hatten wir schon lange nicht mehr gesehen.
Am Wegesrand und in den Felsnischen entdecken wir immer wieder wilde Alpenveilchen, sonst kenne ich die nur von den elterlichen Fensterbänken.
Die Rinnsale aus den umliegenden Hängen sammeln sich im Talgrund zu einem ansehnlichen Bach. Wir erinnern uns nochmal an die spannenden Bachquerungen am Alpenhauptkamm und sind dankbar, dass uns die Dolomiten im großen und ganzen wettertechnisch wohlgesonnen waren. Die Marmolada blenden wir da mal aus, das wäre ohnehin nur die deluxe Zugabe gewesen.
Der Bach hat schöne Bedegumpen aus dem Fels heraus gearbeitet. Wir verzichten aber auf das Bad und ziehen weiter. Die Dusche auf der Hütte hat gut funktioniert und das sogar mit warmen Wasser.
Kurz darauf treffen wir auf ein italienisches Pärchen, die uns ungefragt vom Abstecher in den Bus del Buson vorschwärmen. Da habe ich nun keine andere Wahl und wir hängen die 40min-Runde auch dran.
Hat sich gelohnt. Der Bus del Buson ist ein ausgetrockneter Canyon. Allen möglichen Ramsch hat man hier schon entdeckt, u.a. steinzeitliche Besiedlungsspuren und auch endemische Pflänzchen.
Zur besten Mittagszeit erreichen wir dann den ersten Weiler, die Case Bortot. Das sehnlichst erwartete Wirtshaus teilt uns kurz und knapp mit: "Sorry, we are closed". Das könnt ihr doch nicht machen, ich hatte heute nur eine Scheibe lappriges Weißbrot mit Orangenmarmelade zum Frühstück. Aber es ist keiner zu entdecken, dem wir unsere dramatische Notsituation hätten darlegen können. Also weiter, wird sich schon was finden.
Auch im nächsten Nest gibt es kein Wirtshaus. Der kleine Markt im Ort hat natürlich von 12:30 - 15:30 Uhr Siesta. Klaro, der Landenbetreiber will ja auch mal was essen... So wie wir. Es ist nicht so, dass wir seit Tagen nichts mehr bekommen hätten. Aber wenn man es sich einmal einbildet, ist die Enttäuschung schon da und der Appetit wird auch immer größer.
So langsam gibt es auch wieder Netz und man kann den Herausforderungen des Alltags mit dem geballten Wissen des Internets begegnen. Direkt am Stadtrand ist ein Ristorante, das zumindest bis 14:30 Uhr Mittagstisch hat. Mit zügigem Schritt schaffen wir das.
Durch den ungewohnten Trubel der Stadt geht es Richtung Zentrum. Due Straße zu Überqueren erscheint deutlich gefährlicher als der Abstieg durch die steilen Südwande der Schiara.
Wie bislang immer an den Ruhetagen hat meine Reiseleitung ein hübsches Appartement organisiert. Eine gute Wahl, kurz vor der Plaza in der 4. Etage und sogar mit Fahrstuhl, es soll ja ein Erholungstag werden.
Nachdem die Waschmaschine rumpelt und auch wir uns heiß gekärchert haben, geht es noch in den Supermarkt nebenan.
Immer wieder gibt es faszinierende Blicke zu den Bergen auf denen wir gestern noch standen.
Aus der Scharte rechts, sind wir nach links auf den Gipfel gekraxelt und auch La Gusela ist noch zu erkennen. Wirkt von hier unten zwar nur wie ein kleiner Zacken, hat aber eher das Format des Bloßstocks in dem Affensteinen.
Morgen der Stadtrundgang und bissl abhängen 😴 Erholungstag halt
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen